Hallo, ich heisse Magdalena, bin 57 Jahre alt, Mutter und Oma. POTS begann bei mir, meines Erachtens nach, im Jahr 2006, genauer im April. Da haute mich ein schlimmer Infekt aus den  „Schuhen“. Ich war drei Wochen schlimm krank, mit tagelangem hohen Fieber. Danach war mein Leben nicht mehr so, wie es mal war. Heute habe ich den Verdacht, dass es damals das Pfeiffersche Drüsenfieber war. Ich brauchte Monate um in etwa wieder auf die Beine zu kommen. Meine Belastungsgrenze ging gegen Null. Jede Anstrengung wurde mit schwachen Beinen und Atemnot bestraft.
Zu der Zeit bemerkte ich allerdings noch kein Herzrasen und nach ca einem halben Jahr ging es langsam wieder besser.
Ab 2008 kam dann monatelanges Globusgefühl in der Speiseröhre dazu. (Eine Magenspiegelung zeigte kein Ergebnis) Zum Glück verschwand dies wieder und es ging mir gut. Dann würde 2012 bei mir Hashimoto diagnostiziert. Die Einstellung der Werte war und ist auch heute noch sehr schwierig.  Ebenso wurde die Weissfleckenkrankheit (nur an den Füßen) erkannt.
Das Jahr 2014 war ein echtes Stressjahr. Anfang April meldete sich meine Kalkschulter mit höllischen Schmerzen. Drei Wochen lief ich mit den bösartigsten Schmerzen herum und dröhnte mich mit Schmerzmittel (Ibuprofen 1000, Tramal, Novalgin) zu. Dann wurde operiert. Im darauffolgenden Juni hatte ich eine Darmspiegelung, dabei wurde ein Adenom im Blinddarm gefunden. Das gutartige Geschwulst wurde zwei Wochen später bei einer zweiten Darmspiegelung entfernt. Dieses bedeutete insgesamt vier Tage hungern. Beide Erkrankungen waren Stress hoch zehn für mich.
Im Juli ging es dann richtig los. Es fing mit Herzstolpern an, die sehr unangenehm waren. Deshalb habe ich einen Kardiologe aufgesucht mit dem Ergebnis, dass mein  Herz gesund ist. Der Kardiologe hatte keine Ahnung woher das Herzstolpern kommt. Im August bemerkte ich immer öfters, dass sich an den unteren Rippen ein Spannungsgefühl aufbaute, so als ob ein Ring unter den Rippen läge und sich immer enger zusammenzöge. Ich fühlte mich unwohl, war müde und wieder weniger belastbar. Meine Beine waren schwach und im Brustkorb hatte ich das Gefühl (bitte nun nicht Lachen) als würden sich die Organe auflösen. Den Tag und die Stunde an dem Pots richtig ausbrach, vergesse ich nie. Es war der 18. Dez. um 15.45 uund zwar während des Kochens, von einer Sekunde auf die andere hatte ich Herzrasen. Erst dachte ich, es käme mal wieder von L – Thyroxin, das hatte ich schon mal wegen Überfunktion. Aber es ging nicht mehr weg. 2015 folgten insgesamt vier Besuche beim Kardiologen, bis sich endlich ein Arzt die Langzeit-EKGs richtig ansah und POTS erkannte. Er riet mir daraufhin viel zu trinken und Stützstrümpfe anzuziehen. Das war alles. Meine Hausärztin verschrieb mir noch Bisoprolol 1/2 Tablette.

Meine Symptome ohne Medikamente sind:
  • Atemnot, Watte im Kopf, Vergesslichkeit, Müdigkeit, schwache Beine, null Belastbarkeit, Druck oder einengendes Gefühl im Brustkorb. Das Herzrasen selbst hatte ich merkwürdigerweise selten bemerkt.
    Der Puls im Liegen und Sitzen lag immer um die 65 – 75, beim Gehen und Stehen raste er in Nullkommanix auf über 150.
Meine Symptome mit Medikamenten sind:
  • Sehr gute Tage ( Puls normal )
  • Gute Tage, kaum Probleme – Puls beim Sitzen und Liegen unter 60 beim Stehen 80 – 90 und beim gehen um die 110 , spätnachmittags und zum Abend hin, ist es so als hätte ich kein pots.
  • Schlechte Tage, Druckgefühl Brustkorb, Atemnot, Schwäche, Müdigkeit. Puls permanent um 100 – 120
Untersucht wurde bei mir bisher: Bluttest EBV postiv und Borreliose negativ.

Im grossen und ganzen geht es mir mit Bisoprolol gut und meine Hoffnung, dass das POTS irgendwann wieder verschwindet, habe ich noch nicht verloren!