Ein  Ärzteteam in Dallas unter  Benjamin Levine, MD hatte schon vor einigen Jahren ein Trainingsprotokoll für dekonditionierte POTSies entwickelt. Mit dessen Hilfe und viel Zeit und Eisatz von Seiten der Betroffenen, konnten viele ihre Symptome  verbessern. (Meine Einschätzung und Kritik zu diesem Training und den dazu gemachten Studien dazu könnt ihr in diesem Blogbeitrag  lesen und hier ein  weiterer Blogbeitrag zur Sportintoleranz aufgrund vaskulärer Probleme.) Die Erfahrung Betroffener mit diesem Protokoll außerhalb von Studien war hingegen, dass es für die meisten zu intensiv ist und sie nicht über die ersten Wochen hinauskommen, sondern immer wieder von vorne anfangen müssen.

Deshalb wurde das Protokoll  von Ärzten des CHOP (Children Hospital of Philadelphia) noch besser an die Bedürfnisse von POTS-Patienten angepasst. Es ist jedoch immer noch sehr intensiv und sollte daher vor Beginn mit einem Arzt besprochen werden. Dieser sollte auch die individuellen Ziel-Herzraten festlegen. Am besten wird das Training von einem Physiotherapeuten, z.B. im Rahmen einer Reha und/oder ambulanten Krankengymnastik begleitet. In der ersten Zeit ist das Training sehr erschöpfend, daher wird es vielen nicht möglich sein, parallel alle täglichen Verpflichtungen (Arbeit, Schule, Studium, Haushalt etc.) wie bisher zu erledigen. Nach einigen Wochen sollte sich dies jedoch ändern und die Leistungsfähigkeit insgesamt zunehmen.

Primär- und Ko-Erkrankungen bei denen ein anstrengendes Training kontraindiziert sind, müssen vorher unbedingt ausgeschlossen worden sein(zB. ME/CFS, Pfeiffersches Drüsenfieber u.ä.).

Ihr findet das ins Deutsche übersetzte Trainingsprotokoll des Children’s Hospital of Philadelphia auf der Seite Trainieren bei POTS.

Die Hauptarbeit der Übersetzung aus dem Englischen und des Layouts hatte Caroline Putzbach übernommen. Vielen ❤️-Dank dafür an dieser Stelle 💐.

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