Dr. Abdallah hat eine zweite Studie auf dem 25th International Symposium on the Autonomic Nervous System vorgestellt. Zum Thema Übelkeit bei Hyperadregenischen PoTS gab es noch eine weitere Studie von Dr Vernino. Beide wurden zusammengfasst auf der Facebookseite von Dysautonomia International  vorgestellt. Hier meine Übersetzung:

PoTS und das Dunbar-Syndrom/MALS

Dr. Hasan Abdallah vom Children’s Heart Institut Herndon und K. Thammineni untersuchten 24  Patienten, bei denen ein posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom und gleichzeitig das Dunbar -Syndrom oder Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom oder auch MALS genanntfestgestellt worden war. Beim Dunbar-Syndrom drückt ein Ligament des Zwerchfells (Lig. arcuatum mediale) auf den Truncus coeliacus, einer großen und wichtigen Arterie im Bauchraum, die Magen, Leber, Milz und Bauchspeicheldrüse versorgt
Das Dunbar-Syndrom wurde mit einem Dopplerultraschall  der Baucharterie  festgestellt und mit einem CT Scan bestätigt. Diese Patienten hatten alle Bauchschmerzen, verlangsamte Magenleerung, Übelkeit, imageGewichtsabnahme und andere Symptome autnomer Fehlfunktionen. Typischerweise  zeigte sich das PoTS mit der hyperadrenergischen Form, mit einer Steigerung des Blutdrucks beim Stehen.  18 der 24 Patienten hatten eine Lapraskopie, um das betroffene Ligament zu durchtrennen. 16 der Patienten (88%) berichteten von einer deutlichenVerbesserung oder einem völligen Verschwinden der Bauchsymptome. 14 (72%) berichteten von einer Verbesserung der orthostatischen Symptome. Die Forscher schlagend daher vor, dass bei PoTS Patienten mit dauerhaften Magen und Darm betreffenden Symptomen, an ein Dunbar-Syndrom gedacht werden sollte.

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Zitiervorschlag: H. Abdallah, K. Thammineni. Median arcuate ligament syndrome presenting as hyperadrenergic POTS. Clinical Autonomic Research (2014): 24:199-243.

PoTS und Carbidopa

Bei Parkinson und familiärer Dysautonomie wird Carbidopa zur Änderung des Dopamins eingesetzt. Da Noradrenalin aus Dopamin hergestellt wird, stellte Dr. Vernino die Theorie auf, dass Carbidopa Patienten mit Dysautonomien, die hyperadrenergische Symptome aufweisen, dies schließt auch einige PoTS-Patienten mit ein, möglicherweise Linderung verschafft. 8 Patienten nahmen 3 mal täglich 25 mg Carbidopa ein. Einige der Patienten hatten PoTS, einige hatten significant erhöhte Noradreanalinwerte, aber nicht alle. Keiner der Patienten hatte negative Nebenwirkungen. 6 der 8 Patienten  berichteten von einer Verbesserung der Symptome, vor allen die Übelkeit nahm ab. Die 2 Patienten die keine Verbesserung bemerkten, hatten normale Katecholaminwerde im Blutplasma. Und zusätzlich zum PoTS war bei ihnen ein Ehler-Danlos-Syndrom festgestellt worden. Dr. Vernino empfielt dieses durch ein doppelt verblindete Studie weiter zu untersuchen.


Hauptergebnis: Carbidopa könnte einigen Dysautonomie Patienten  with hyperadrenergischen Symptomen helfen. Zur Bestätigung ist weitere Forschung notwendig.


Zitiervorschlag:  S. Vernino. Open Label use of carbidopa for treatment of hyperadrenergic symptoms. Clinical Autonomic Research (2014): 24:199-243.

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