Heute folgen die Übersetzungen der Zusammenfassung zwei weiterer Studien, welche  auf der Facebookseite von Dysautonomia International zu Forschungsergebnissen die auf dem    25th International Symposium on the Autonomic Nervous System  vorgestellt wurden. Seltsamerweise wird hier PoTS als Folge zweier Krankheiten beschrieben, wie sie unterschiedlich kaum sein könnten: Der hypermobile (=überbeweglich) Typ des EDS und das Stiff-Person -Syndrom

Große Flexibilität

Bindegewebe

PoTS ist ja ein Syndrom mit vielen Ursachen. Ganz häufig ist die Ursache ein EDS (Ehlers-Danlos-Syndrom).  In einer Studie eines Kanadischen Forschungslabors wurde bei den 78 Patienten, die wegen  PoTS vorsprachen, bei 33% das EDS Type III nachgewiesen. Im Vergeich zu den PoTS Patienten bei denen kein EDS  festgestellt wurde, haben die Patienten mit PoTS/EDS in jüngeren Jahren medizinische Hilfe gesucht und hatten häufiger Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Bauchschmerzen und den Halte und Stützapparat betreffende Krankheiten. Es gab keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern (PoTS: 88% weiblich, PoTS/EDS: 84%).
Inzwischen ist dies die dritte Studie, alle von verschiedenen Unvirsitäten, die bestätigen, dass ungefähr 1/3 der von PoTS betroffenen auch ein Ehler-Danlos-Syndrom haben.
Zitiervorschlag: A.S. Bathia, C. Urrea, C.A. Morillo, J.C. Guzman. Joint hypermobility syndrome and postural orthostatic tachycardia: the missing link. Clinical Autonomic Research (2014): 24:199-243.

 Steifigkeit – Das Stiff-Person-Syndrom

Der Hypermobile EDS TypIII wird auf eine Häufigkeit von 1:5000 – 1:20 000 geschätzt und zählt damit zu den seltenen Erkrankungen. Man muss jedoch davon ausgehen, dass es weit häufiger vorkommt, aber nicht diagnostiziert wird. Viel seltener ist das Stiff-Person-Syndrom (früher Stiff-Man-Syndrom) mit 1 Betroffenen von 1 Mio Menschen, doch auch hier geht man von einer hohen Dunkelziffer aus.
Bei der Stiff-Person-Syndrom handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung mit Beteiligung von GAD65 Antikörpern. Die Betroffenen leiden unter Muskelsteifheit, Schmerzen und vielen neurologischen Symptomen. In früheren Publikationen wurde diese neurologische Beteiligung als selten beschrieben. Dies wird nun von Dr. Balboni in Frage gestellt. Er beschreibt 8 Erwachsene mit Stiff-Person-Syndrom mit  autonomen Symptomen wie abnormen Schwitzen, Beschwerden im oberen sowie unteren Verdauungstrakt,  Gastroparese, Schluckstörungen, orthostatischer Intoleranz, Syncope, Herzklopfen, Blasenstörungen und abnormen  Ergebnissen bei der Autonomen Testung. Dr. Barboi schlägt daher vor, dass Störungen des autonomen Nervensystems beim Stiff-Person-Syndrom nicht als selten anzusehen sind, früh im Krankheitsverlauf auftreten und einen Hinweis  auf die Erkrankung, besonders bei milderen Verläufen mit geringer Steifigkeit  geben können.
Zitiervorschlag: A. Barboi. Autonomic dysfunction in stiff person syndrome (SPS): observations in 8 cases. Clinical Autonomic Research (2014): 24:199-243.

 

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